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Thiele: Leer braucht mehr Betreuungsplätze für Kleinkinder
„Der Landkreis Leer braucht deutlich mehr Betreuungsplätze für Kleinkinder. Es besteht erheblicher Handlungsbedarf, denn die Zahl der Angebote ist noch sehr unzureichend.“ Das erklärte der CDU-Landtagsabgeordnete und Generalsekretär der CDU in Niedersachsen, Ulf Thiele (Remels) anlässlich der Veröffentlichung einer neuen Förderrichtlinie des Landes Niedersachsen für die Schaffung von Krippenplätzen. In einem Brief an die Bürgermeister der kreisangehörigen Gemeinden und den Landrat forderte Ulf Thiele, die Förderangebote des Landes Niedersachsen bei der Schaffung der Betreuungsplätze stärker zu nutzen.
Ab dem 30. März können niedersächsische Kommunen über die neue Förderrichtlinie zusätzliche Landeszuschüsse für den Ausbau von Betreuungsplätzen für unter Dreijährige beantragen. Das neue Landesprogramm im Umfang von 40 Millionen Euro wird den Ausbau der Kleinkindbetreuung in Niedersachsen weiter voranbringen, ist Ulf Thiele überzeugt. Insgesamt stehen bis 2013 rund 265 Millionen Euro an Fördermitteln für Investitionen in neue Krippen- und Tagespflegeplätze zur Verfügung. Darüber hinaus trage das Land einen erheblichen Teil der laufenden Betriebskosten.
Über die neue Richtlinie können Kommunen, deren Investitionsbudget aus der Richtlinie „Investitionen Kinderbetreuung“ bereits ausgeschöpft ist, Landeszuschüsse für die Schaffung zusätzlicher Betreuungsplätze für unter dreijährige Kinder in Tageseinrichtungen (Krippen) oder der Tagespflege (z. B. Tagesmütter) beantragen. Die Höhe der Zuschüsse beträgt für Plätze, mit deren Bau bis zum 31.12.2012 begonnen wird, 7.000 Euro für einen Platz in einer Tageseinrichtung und 2.100 Euro für einen Tagespflegeplatz. Für Plätze, mit deren Bau nach dem 31.12.2012 begonnen wird, wird ein Zuschuss von 5.250 Euro für einen Platz in einer Tageseinrichtung und 1.575 Euro für einen Tagespflegeplatz gezahlt.
Niedersachsen hat in den letzten Jahren beim Ausbau von Betreuungsplätzen für unter Dreijährige bereits erheblich aufgeholt. Die Betreuungsquote wurde in wenigen Jahren etwa vervierfacht: Im März 2006 lag sie noch bei 5,1 Prozent, im März 2011 waren es bereits 19,1 Prozent.
„Ich hoffe, dass die Städte und Gemeinden im Landkreis Leer das Angebot nutzen“, betonte Ulf Thiele. Er verwies darauf, dass Eltern ab 2013 einen Rechtsanspruch auf die Kleinkindbetreuung haben. „Gerade für junge Eltern, die Familie und Beruf unter einen Hut bekommen wollen bzw. müssen, ist der kurzfristige Ausbau der Betreuungsangebote wichtig. Der Landkreis Leer gehört leider landesweit zu den Schlusslichtern. Das muss sich schnell ändern. Die rote Laterne muss weg. Auch die Unternehmen in unserer Region sind darauf angewiesen. Denn ohne die gut ausgebildeten Frauen werden wir unseren Fachkräftebedarf nicht decken können. Wo möglich sollten die Kommunen die Wirtschaft auch mit in die Pflicht nehmen“, so Ulf Thiele.




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